Setting zum Ausdrucksmalen

Wo male ich?

Das Atelier - der Malort - ist ein geschützter Raum. Alles was dort gesprochen und gemalt wird, bleibt dort. Es gibt Regeln, an die sich alle Malenden halten und die Vertrauen und Sicherheit schaffen.


Ich male in der Gruppe. Die Verbindung zu den anderen entsteht durch den Raum, die Farborgel und das gemeinsame Tun. In diesem Umfeld ist jeder bei sich und bei seinem Bild.


Ich rede dabei nicht mit anderen vor allem nicht über die Bilder.

 

Wie male ich?


Ich male und bin bei mir selbst.
Ich male, also bin ich.
Ich drücke mich mit Farben und Formen aus.
Ich stelle auf kreativem Weg zu mir selbst eine Beziehung her.
Ich lasse mir Zeit für mich und mein Malen.
Ich verfolge kein Ziel , ich lasse mich auf den Malprozess ein und nehme an, was kommt.
Ich male, was mir Spaß macht.
Ich male, was raus muss.



Was erfahre ich dabei?

Ein Stück Selbst
Ein Stück Bewusstsein
Eine Lösung auf ein Problem
Dasein
Sein
Jetzt




Wie gehe ich mit mir und mit meinen Bildern um?

Ich beobachte, ich bewerte nicht. Hier im Malatelier gibt es weder „richtig“ noch „falsch“. Es geht nicht darum, dass ein Bild besser ist als das andere. Es geht rein darum, dass ich „ja“ zu mir selbst sage.


Wenn ich ein Bild fertig gestellt habe, gebe der Malbegleitung ein Zeichen. Wir schließen das Bild gemeinsam ab.


Ob ich in einer Malsession eins oder viele Bilder male, liegt ganz bei mir.


Ich lasse mich auf mich ein und denke nicht, dass zu schnell oder zu langsam bin. Es ist mein eigenes Tempo.


Ich behalte mein Bild für mich. Hänge es nicht an einem Ort auf, an dem es viele Leute bewerten können. Denn nur so werde jetzt oder später wissen, was mein Bild mir sagen möchte.


Die Bilder, die ich male sind Momentaufnahmen. Ich befinde mich in einem Malprozess. Dieser Prozess geht über mehrere Bilder. Und so kann ein Bild auch nur im Zusammenhang mit anderen Bildern gesehen werden. Es ist wie ein Puzzle. Das Gesamtbild ist erst am Ende sichtbar.


Was ich in meinen Bildern erkenne und erfahre ist nicht statisch. Es kann sein, dass das Bild mir heute einen Aspekt zeigt und morgen einen anderen. Ich hänge nicht an meinen Erklärungsversuchen fest.


Ich arbeite nicht therapeutisch und das Ausdrucksmalen im Atelier "Jetzt wird's bunt!" ist keine therapeutische Maßnahme.
Ausdrucksmalen ist sehr wohl ein Weg zur Selbstfindung und Selbsterkenntnis.
Es integriert das Unbewußte und ist kann ein Gespräch mit der Seele und dem Unbewußten sein.