Dienstag, 22. November 2016

Morgenmalen: Dankbar für die eigenen Fehler

Sie hatte so viel Wissen in sich angesammelt. Es aufgesogen wie ein Schwamm. Alles Gelernte wirbelte um sie herum und sie hatte Mühe, alles zu ordnen und für sich nutzbar zu machen.
Sie fühlte sich voller Energie. Das neu Gelernte gab ihr die Möglichkeit sich zu erneuern, zu verändern und weiter zu entwickeln.
Sie merkte, dass auch Wissen einem Lebenszyklus unterliegt. Es stirbt und erneuert sich. Und so erneuerten sich auch ihre Sichtweisen und ihre Erfahrungen. Das neue Wissen brachte neue Wege mit sich. Und die Energie in ihr wollte, dass sie losging, um das neue Wissen zu erfahren und für sie selbst umzusetzen: Das Wissen in ihr wollte erfahren werden.
Und sie wusste, egal, wie viel sie gelernt hatte, es gab keine Abkürzungen. Es gab die Möglichkeit, ein paar Fehler, die andere gemacht hatten, zu vermeiden - dafür würde sie ihre ganz eigenen Fehler machen, um daraus zu lernen.
Sie merkte, dass es nicht darum ging, Fehler zu vermeiden, sondern Erfahrungen zu machen.
Und plötzlich war sie dankbar für all ihre Fehler, also Erfahrungen, die sie bisher machen durfte. Denn sonst hätte sie sich nie zu diesem Menschen entwickeln können, der sie heute war.


Morgenmalen: Dankbar für die eigenen Fehler