Dienstag, 20. Dezember 2016

Mein naiver Weihnachtswunsch

Was gestern in Berlin passiert ist, lässt sich für mich nicht in Worte fassen. Wie vieles, was gerade auf unserer Welt passiert. Ich habe aufgehört, Zeitungen und News zu lesen, weil ich mich dem Elend in unserer Welt so hoffnungslos ausgeliefert fühle. Ich will helfen, tun, trösten - und habe keine Ahnung wie. Es ist zu viel, es ist zu groß, es ist zu mächtig - ich fühle mich komplett handlungsunfähig, schockiert, erstarrt und überfordert.
Um mich zu schützen, habe ich mich in mein Schneckenhaus zurückgezogen und gemerkt, dass ich mich dort nicht besser oder sicherer fühle.
Und als ich gestern über Facebook die Meldungen bekam, welche meiner Freunde sich in Sicherheit befanden, konnte ich mich nicht länger verkriechen.

Aus der Malerei weiß ich, dass das Licht, dort, wo es am dunkelsten ist, am hellsten strahlt.
Will heißen: willst Du es hell und strahlend, musst Du es an der Stelle erst so dunkel wie möglich machen. 
Diese Technik ist so universell, so einfach, so groß und allgemeingültig, dass es mir den Mut gibt, weiter an das Gute im Menschen zu glauben und dem Leben zu vertrauen.
Ich kann den Schmerz und das Leid in dieser Welt nicht verhindern, aber ich kann für Menschen, denen ich begegne, da sein -  und etwas Licht und Farbe in ihr Leben bringen.
So frage ich mich jeden Tag, in meiner kleinen Welt, was mein Leben bunt macht und bin jeden Tag dankbar, für das, was ich sein und tun, haben und teilen darf.

Und wenn das jeder täte, auch nur einmal am Tag, dann wäre mein Weihnachtswunsch gar nicht mehr so naiv.




Dienstag, 6. Dezember 2016

Morgenmalen: Sonnenaufgang

Sie spürte, dass sich etwas Grundsätzliches in ihr verändert hatte. Sie konnte es noch nicht genau benennen, aber sie wusste, dass sie eine Lernaufgabe in ihrem Leben gemeistert hatte und das erworbene Wissen nun vom Bewusstsein in ihr Unterbewusstsein geflossen war. Es war das Gefühl, als ob sich in ihrem Inneren etwas gesetzt hatte. Sie atmete tief durch.
Sie stand da, mit zittrigen Knien und konnte noch nicht erkennen, was jetzt auf sie zukam. Sie spürte jedoch, dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und sich dem Leben voller Vertrauen hingeben konnte. Und so ging die Sonne auf. Und ihr kam es so vor, als ob auch in ihr eine Sonne, ihre Sonne aufgehen würde. Sie wurde überströmt von Freude und beschloss, den Tag für sich voll und ganz zu genießen.

Morgenmalen Sonnenaufgang







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Freitag, 2. Dezember 2016

Morgenmalen: Zu schnell

Der Sturm tobte. Sie konnte sich nur noch an ihrem Boot festhalten und hoffen, dass es den Wellen standhalten würde. Es ging alles viel zu schnell. In ihrem Kopf drehte sich alles und wirbelte durcheinander. Nichts schien mehr an seinem Platz zu sein und alles, was sie bisher an Wissen erworben hatte, schien nichts zu nutzen. Ihr fehlte es einfach an Erfahrung. Voller Wut kämpfte sie gegen den Sturm, stellte das Segel gegen den Wind, bis es beinahe zerriss. Kurz bevor sie unterzugehen drohte, nahm sie eine Stimme in ihrem Inneren wahr, die sie ruhig bat, das Segel einzuholen und sich selbst zu setzen und den Sturm vorbeiziehen zu lassen. Sie ignorierte diese Eingebung. Nein, sie würde nicht aufgeben. So weit war sie jetzt gekommen. Sie würde keine Schwäche zeigen. So viel Stolz hatte sie trotz des kräftezehrenden Kampfes noch in sich.
Sie hörte das Zerreissen von Stoff und das Boot kippte gefährlich zur Seite. Sie hatte verloren. Es ging alles viel zu schnell. Und plötzlich wurde ihr klar, dass es jetzt egal war, ob sie kämpfte oder das Segel einholte und abwartete. Sie schluckte all ihren Stolz hinunter und holte das gerissene Segel ein, vergrub sich darunter und weinte leise vor sich hin.

Morgenmalen Zu schnell


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Freitag, 25. November 2016

Morgenmalen: Eigene Mauern

Du hast gelernt, Dich einzumauern, um die Reste Deines gebrochenen Herzens zu schützen.
Zu groß waren die Verletzungen von außen. Zu viele falsche Versprechungen, zu viele Enttäuschungen, zu viel Ablehnung hast Du im Laufe Deines Lebens erfahren.
Du denkst, Du musst Deine Träume und Wünsche, Deine Talente, Deine Buntheit, alles, was Dich als Person ausmacht, gegen den Rest der Welt verteidigen.
Wie einen Schatz hast Du das alles in Dir eingeschlossen und versiegelt.
Und da liegt er nun, Dein Schatz. Manche haben versucht, sich Dir zu nähern. Einige mit Hammergewalt und die anderen vorsichtig und zaghaft, wie ein Specht, der an einen Baum klopft.
Sie haben angeklopft, weil sie so hellsichtig waren, durch Deine Mauern Dein wahres Ich zu sehen. Hast Du sie gehört? Hast Du sie erkannt? Deine Freunde, Deine Familie, Deine Wegbegleiter und Lehrer?
Wie lange willst Du Dich noch hinter Deinen Mauern verschanzen? Du bist Ok, Du bist schön, Du bist ein Wunder! Weisst Du, wo Du den Schlüssel zu Deiner Tür vergraben hast?
Es ist so schade, wenn Du Dich nicht zeigst. Wenn Du Dein Licht nicht strahlen läßt und Dich aufrichtest und den Platz einnimmst, den Du brauchst und den Du voll und ganz ausfüllen darfst.
Was brauchst Du? Was muss geheilt werden, damit Du Du sein und werden kannst?

Morgenmalen: Eigene Mauern



Dienstag, 22. November 2016

Morgenmalen: Dankbar für die eigenen Fehler

Sie hatte so viel Wissen in sich angesammelt. Es aufgesogen wie ein Schwamm. Alles Gelernte wirbelte um sie herum und sie hatte Mühe, alles zu ordnen und für sich nutzbar zu machen.
Sie fühlte sich voller Energie. Das neu Gelernte gab ihr die Möglichkeit sich zu erneuern, zu verändern und weiter zu entwickeln.
Sie merkte, dass auch Wissen einem Lebenszyklus unterliegt. Es stirbt und erneuert sich. Und so erneuerten sich auch ihre Sichtweisen und ihre Erfahrungen. Das neue Wissen brachte neue Wege mit sich. Und die Energie in ihr wollte, dass sie losging, um das neue Wissen zu erfahren und für sie selbst umzusetzen: Das Wissen in ihr wollte erfahren werden.
Und sie wusste, egal, wie viel sie gelernt hatte, es gab keine Abkürzungen. Es gab die Möglichkeit, ein paar Fehler, die andere gemacht hatten, zu vermeiden - dafür würde sie ihre ganz eigenen Fehler machen, um daraus zu lernen.
Sie merkte, dass es nicht darum ging, Fehler zu vermeiden, sondern Erfahrungen zu machen.
Und plötzlich war sie dankbar für all ihre Fehler, also Erfahrungen, die sie bisher machen durfte. Denn sonst hätte sie sich nie zu diesem Menschen entwickeln können, der sie heute war.


Morgenmalen: Dankbar für die eigenen Fehler


Donnerstag, 10. November 2016

Morgenmalen Neue Welten

In der Nacht hatte sie sich von den Sternen leiten lassen und war in tiefem Vertrauen an das Leben eingeschlafen.
Es war der erste neue Tag auf ihrem Schiff und der Morgen begrüßte sie in sanften Farben. Sie war überwältigt und tief berührt vom Anblick, der sich darbot. In ihrer Lehrzeit hatte sie viel über die neuen Welten, Ansichten, Einsichten und Erfahrungen gehört und gelesen. Sie hätte aber nicht gedacht, dass sie gleich zu Beginn ihrer Reise so viel Schönheit erleben durfte. Ihr Herz lachte und sie war so froh, dass sie sich auf den Weg gemacht hatte und sie wollte mehr: mehr sehen, mehr erleben, mehr erfahren. Und sie nahm sich fest vor, diesen ersten wunderbaren Tag festzuhalten, um sich an ihn erinnern zu können, wenn stürmische Zeiten oder Flauten mit Zweifeln auf sie zukommen sollten. Dieser eine Morgen war genau der eine Grund, warum sie sich auf den Weg gemacht hatte, und sie genoß ihn in vollen Zügen.

Morgenmalen Neue Welten


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Dienstag, 8. November 2016

Morgenmalen Leinen los

Der Morgen begrüßte sie mit einem unbeschreiblichen Farbenspiel.
Sie stand auf ihrem Schiff. Heute stach sie in See. Sie hatte gepackt - Karte, Kompass und der Himmel über ihr, würden sie leiten.
Sie hatte sich gut vorbereitet, und sie hatte eine Klarheit für ihr Ziel in sich, die nur noch die Entscheidung für den Beginn der Reise zuließ.
Die Zweifel und Ängste waren dem Vertrauen gewichen, dass sie nun ihren Weg gehen und auch unterwegs immer die Hilfe finden würde, die sie benötigte.
Sie war bereit und spürte die Energie und Freude in sich aufsteigen - holte tief Luft und machte die Leinen los.


Montag, 7. November 2016

Morgenmalen Hauch von Freiheit

Am nächsten Morgen stand sie mit ihrem Gepäck, einem Kompass und ihrer Ausrüstung an ihrem Schiff.

Da bist Du ja! Schön Dich zu sehen! Darf ich Dir helfen, die Leinen loszumachen?
Ja, gerne. Und kannst Du mir bitte erklären, wie ich das Schiff steuere?

So standen sie noch lange und sie lernte alles, was sie sich nur merken konnte und war bereit in See zu stechen.
Sie dachte über die letzten Tage nach, über ihre Träume, die Angst davor, ihren eigenen Weg zu gehen und verstand plötzlich, warum sie das alles hatte durchleben müssen. Bisher war sie immer im sicheren Hafen gewesen und hatte vor sich hin gelebt. Es gab keinen Grund, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, denn alle Befindlichkeiten und Wünsche wurden von anderen bedient. Sie hatte bisher zwar viel gemacht, aber ihre Entscheidungen hatten nicht so viel Auswirkung gehabt, dass sie dafür wirklich etwas hätte verlieren können.
Jetzt war das anders. Sie wußte, dass sie ab jetzt selbst ihr Leben in die Hand nehmen und auch dafür grade stehen musste, wenn etwas schief ging. Die Erfahrungen, von denen sie bisher gelesen hatte, würde sie nun selbst machen. Sie tat einen mutigen Schritt auf ihr Schiff. Es schwankte und sie hatte Mühe, ihre Balance zu finden. Sie atmete tief durch und setzte sich. Das Meer meinte es heute gut mit ihr. Das Wasser war ruhig und die Sonne wärmte sie angenehm. Heute würde sie üben. Sie würde in den ruhigen Hafengewässern bleiben und wenn es Nacht würde, zurückkehren. Sie stieß sich ab und spürte einen Hauch von Freiheit auf ihrer Haut.




Morgenmalen Ein Hauch von Freiheit








Samstag, 5. November 2016

Morgenmalen Vertrauen

Sie stand am Steg bei ihrem Schiff und nahm die frische Morgenluft, die wärmende Sonne und das Meer wahr. Erstaunt stellte sie fest, dass sie nicht allein war, überall fuhren Schiffe auf dem ruhigen Wasser. Sie atmete den salzigen Geruch des Meeres ein und schaute sich ihr Schiff genauer an.  Ihr wurde klar sie wollte ihre Träume leben und dazu musste sie ihren ganz eigenen Weg gehen. Und das bedeutete jetzt, sich in unbekannte Gewässer zu begeben und das Navigieren ihres Schiffes zu lernen. Sie schaute den anderen Schiffen noch den ganzen Tag zu und lernte, was sie vom Steg aus von der Schifffahrt lernen konnte. Sie wusste, dass sie es schaffen würde. Sie begann sich und dem Leben wieder zu vertrauen. Sie würde viel Mut brauchen. Die Angst war immer noch da - nicht mehr so mächtig, aber so, dass sie ihr den nächsten Schritt sehr schwer machte. So saß sie noch lange auf dem Steg und blieb bis die Nacht den letzten Sonnenuntergangsstrahl verabschiedet hatte. Die Sterne würden sie leiten. Und in ihr begannen neues Vertrauen und Lust auf ihr Abenteuer zu wachsen.

Morgenmalen Vertrauen




Montag, 24. Oktober 2016

Morgenmalen Wandelmut

Bereit, zurück in die Stadt zu gehen, richtete sie sich auf, streckte sich und schüttelte die alten Gedanken ab. Sie öffnete die Augen und musste unweigerlich lächeln. Ein Schmetterling tanzte vor ihr auf und ab; gerade so als wäre er eigens zu ihr gekommen, um ihr eine Botschaft zu vermitteln. In ihrem Inneren stieg das alte Wissen auf, was es mit Wandlung auf sich hatte. "Du musst Dich verpuppen, komplett auflösen, um dann zu einem Schmetterling zu werden", sagte sie sanft vor sich hin. Ihr Leben lang hatte sie diesen Satz mantrenhaft vor sich hin gesagt und jetzt, wo es darauf ankam, hatte sie ihn fast vergessen. Ihr wurde klar, dass sie ihren eigenen Weg gehen wollte und dass sie sich von der Angst des ersten Hindernisses nicht in das bequeme Leben, das so gar nicht ihres war, zurückdrängen lassen wollte. Ruhig schaute sie dem Tanz des Schmetterlings zu, bedanke sich bei ihm für die Botschaft, holte tief Luft, nahm all ihren Mut zusammen und drehte sich zu ihrem Schiff um.

Morgenmalen Wandelmut

Freitag, 21. Oktober 2016

Morgenmalen Auf dem Steg

Sie kniete noch eine ganze Weile auf dem Steg, an dem ihr Schiff festgemacht war. Ihr Blick war gegen die Stadt gerichtet und sie bereitete sich darauf vor, wieder zurückzukehren. Irgendwo würde es schon ein kleines, sicheres, bequemes Plätzchen für sie geben, wo sie sich mit dem Rest ihrer Träume zurückziehen konnte. Sie konnte noch gar nicht begreifen, was da eigentlich passiert war. Sie brauchte Zeit - zum Nachdenken, zum Trauern, zum Ordnen. Sie wollte aufstehen und sich auf den Weg machen und spürte, wie sie innerlich zurückgehalten wurde. Sollte es das wirklich gewesen sein? Wollte sie wirklich zurück in diese Welt, der sie fast schon verachtend den Rücken zugekehrt hatte? Sie fühlte sich wie eine Versagerin. Sie war doch immer so stark gewesen und jetzt waren ihre Pläne zerplatzt wie Seifenblasen. Was war mit ihr passiert?
Was hatte es mit diesem Schiff auf sich, das sie auf einmal als Kapitän selbst steuern sollte? Was hatte sie so erschreckt?

Morgenmalen Auf dem Steg

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Morgenmalen Verbrannte Träume

Der Morgen schmeckte fahl. Ihre Glieder schmerzten, und sie bekam ihren Kopf nicht frei. Sie hatte schlecht geschlafen in dieser Nacht. Alpträume hatten sie geplagt und sie hatte die große Schlacht ihrer Träume gegen das Heer der Angst verloren. Ihre Pläne und Wünsche lagen zerfetzt auf dem Schlachtfeld und der Rest ihrer heruntergebrannten Träume rauchte beißend durch den frostkalten Morgen. Sie spürte innerlich eine Trauer, die so tief ging und sie selbst so sehr betraf. Sie war auf dem Weg, ein Stück von sich selbst zu begraben. Die Sinnlosigkeit, die sich plötzlich vor ihr und ihrem Leben auftat war grenzenlos und überwältigte sie.


Morgenmalen Verbrannte Träume

Dienstag, 18. Oktober 2016

Morgenmalen Sicherer im Hafen

Das hätte sie jetzt nicht gedacht. Sie hatte sich so gut auf die Reise vorbereitet und war immer davon ausgegangen, gefahren zu werden. Ihre Pläne, Wünsche, Träume - ihr neues Leben hatte sie im Gepäck. Und jetzt das!
Dass sie selbst nun das Schiff als Kapitän lenken sollte, verstörte sie total. Sie spürte die Angst in sich hochkriechen und malte sich das, was da kommen könnte, in den furchtbarsten Bildern aus.
Da gab es keinen Platz mehr für sie und ihre Träume. Ihr blieb die Luft weg und sie entschied, dass es wohl hier im Hafen sicherer wäre.

Morgenmalen Sicherer im Hafen

Montag, 17. Oktober 2016

Morgenmalen: Es ist Dein Schiff

Am Hafen.

Entschuldigung, ist das mein Schiff?
Ja, das ist Dein Schiff.
Prima, danke, hier ist mein Ticket.
Oh, das ist seltsam.
Was ist seltsam? Stimmt mit meinem Ticket etwas nicht?
Nein, das Ticket ist in Ordnung. - Aber Du brauchst gar keines.
Wie? Ich brauche keines? Es ist doch mein Schiff, mit dem ich fahre?
Genau, es ist Dein Schiff, mit dem Du fährst.
Ich verstehe nicht...
Es ist Dein Schiff - Du bist der Kapitän.
Nein!
Doch! Und deshalb brauchst Du auch kein Ticket. Also, steig ein, ich helfe Dir die Leinen los zu machen.
Nein, da steig ich nicht ein... das kann ich nicht...

Morgenmalen: Es ist Dein Schiff


Freitag, 14. Oktober 2016

Morgenmalen Herbstwirbel

... Morgenmalen ... 25 Minuten im Atelier ... im eigenen Tempo -  mit dem, was mir wichtig ist, in Kontakt kommen und den Tag beginnen ...

Sie steht da und ist noch nicht ganz bereit. Der Herbst hat einiges aufgewirbelt und ihre Sommermomente durcheinander geweht. Die spürt die Bewegung, den Wechsel, die Veränderung. Sie nimmt das Chaos wahr, wehrt sich innerlich dagegen, mitzugehen und überlegt kurz, was sie dagegen tun kann. Nach einem kurzen Aufschrei, dass das Leben nicht fair sei und sie sich darum jetzt nicht kümmern möchte, lässt sie ihren Widerstand mit ein paar Tränen los, atmet tief durch und macht sich ans Werk.


Morgenmalen Herbstwirbel





Morgenmalen Seelenflug

Seelenflug
Sanft geführt
Verbunden
Getragen
Frei
Offen für Begegnung

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Morgenmalen Sonne umarmen

... Atelier ... Kaffee ... Papier ... Farbe ... früh am Morgen...


Die Sonne umarmt sie mit all ihrer Kraft. Das Leben wärmt und erhellt sich. So empfängt sie die Energie für den kommenden Tag. Verbunden mit Himmel, Sonne, Wasser und Erde begibt sie sich in ihr schöpferisches Tun. Kommt an, findet Neues, lässt Altes los und geht weiter. Immer in dem Wissen, dass dieser Tag ein Geschenk ist und gelebt werden will.

Morgenmalen: Sonne umarmen



Dienstag, 11. Oktober 2016

Morgenmalen: Frei fliegen

...früh am Morgen ... gerade gefrühstückt ... inspiriert mich das Morgenmalen und gibt mir eine neue Sicht für den kommenden Tag...

Fliegen will sie - frei sein. Der frische Morgen umgibt sie mit all seiner Kraft und verleiht ihr die Ahnung, dass sie eines Tages Flügel haben wird. Noch ist es nicht an der Zeit. Die Metamorphose ist noch nicht vollzogen. Wie bei einer Raupe, die sich erst alles Iridische und Materielle einverleibt, um sich dann als Puppe aufzulösen und selbst zu verdauen, um wieder ganz neu zu einem Schmetterling zu werden. So wird sie noch festgehalten von ihrem Leben hier auf der Erde, sie muss noch viel lernen und vieles wird ihr nicht erspart bleiben, bevor sie ihre Flügel bekommen wird. Aber das schreckt sie nicht. Sie weiß darum und spürt, dass schon viele vor ihr diesen Weg gegangen sind und auch sie sich vertrauensvoll dem Leben hingeben darf.

Morgenmalen, Frei fliegen




Morgenmalen Dankbarkeit

... 25 Minuten ganz mit mir allein im KreativOrt ...Farben ... Pinsel, Spachteln, Hände ... Ruhe..

Die Sonne färbt die Nacht und verwandelt sie in diesen neuen Tag. Sie steht ganz still und achtsam. Verwurzelt streckt sie ihre Arme tanzend in den bunten Himmel, der ihre Seele an die Verbundenheit mit allem erinnert. Das Einatmen beginnt und die kühle Frische, die sie weckt, erfüllt sie mit Dankbarkeit. Sie wird eins mit dem Moment und erkennt ihren Platz im Leben. Sie fühlt sich verbunden mit der Welt und allen Lebewesen und bedankt sich in Demut für das unbezahlbare Geschenk des Lebens.

Morgenmalen Dankbarkeit


Dienstag, 8. März 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (13/13)

... Mitgefühl...Verständis...Reue...Akzeptanz...Neubeginn...
...Punkt für Punkt entstehen neue Möglichkeiten und ein neuer Mensch...
...was sie mit ihrer Bestie machen wird, überlasse ich ihr...sie schafft das schon...




Montag, 7. März 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (12/13)

...da bitte ich die Herzkönigin, mir ihre Geschichte zu erzählen...
...und das Blatt, das gerade noch weiss war, füllt sich mit Schatten, Blut und Tränen, Einsamkeit und Schmerz...
...sie wollte dazugehören...wurde getrennt...verletzt...verzweifelt...verbittert....
...in der Bestie hat sie einen Spiegel, einen Begleiter, eine Freundin gefunden, die alles mit ihr teilte...
...sie hatte die besten Absichten...


Sonntag, 6. März 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (11/13)

...ist das Böse wirklich böse...ist es nur ein Gegengewicht...
...hat das Böse gute Absichten?...
...was passiert, wenn etwas gut Gemeintes zum Prinzip wird - zu etwas Starrem, Unbeweglichen? ...
...und wenn dieses Starre festgehalten wird gegen die Bewegung des Lebens...
...dann wird es anstrengend...

Die Herzkönigin steht auf ihrem wackeligen Podest. Sie hält an ihrem Prinzip fest, demonstriert Macht durch die Bestie, die sie im Griff hat. Es ist anstrengend, aber sie hält durch - die Wut, die Verbitterung und Einsamkeit halten alles zusammen. Sie scheint so stark - doch die Augen sind leer und die Bestie umklammert sie und nimmt ihr die Luft zum Atmen...
Weint sie etwa?
Bekomme ich Mitgefühl?!


Samstag, 5. März 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (10/13)

...Schöpfungswerk...aus allen Farben entsteht Neues...alles ist in Bewegung...Kreislauf...werden und vergehen...Tod und Leben...sterben und geboren werden...
...und plötzlich entstehen neue Kästchen...Regeln...Normen...Muster...Müssen...Sollen...gut....böse...schlechtes Gewissen...Schuld...Strafe...Sühne...verloren...
...und wieder brauchen wir den Helden, der uns aus den Kästchen befreit...




Freitag, 4. März 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (9/13)

...mit dem Leben beginnt der Tod...und er bringt neues Leben ... Neuordnung...ganz von vorn...alles ist gleichbedeutend...integriert...alles hat seinen Platz...alles ist möglich...




Donnerstag, 3. März 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (8/13)

...der Kampf scheint gewonnen ... der Bestie wurde der Kopf abgeschlagen...
...der Sieger aus dem Kampf ist nackt und weder Mann noch Frau...wer ist das?!...
...aus dem eigenen Rahmen gefallen...die alten Regeln gelten nicht mehr...
...die Identität starb mit der Bestie...Sinnlosigkeit, Einsamkeit und Ratlosigkeit machen sich breit...



Mittwoch, 2. März 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (7/13)

...der Kampf ist festgefahren...es kostet nur Kraft...es gibt nur Opfer - keine Sieger...
...es braucht einen Impuls von aussen, um aus dieser Situation herauszukommen...
...sie geht einen Schritt zurück und da ist plötzlich die Blume, ihre treue Begleiterin, die Entspannung bringt...


Dienstag, 1. März 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (6/13)

...tief im Inneren erwacht eine unbekannte Macht, eine Stärke, eine Aggression - es geht um Leben und Tod und sie nimmt den Kampf mit der Bestie auf...
...die Bestie genießt die Wut und wird durch die aggressive Entladung nur noch stärker...
...so kann sie nicht gewinnen...keiner von beiden...


Montag, 29. Februar 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (5/13)

...die Bestie erwacht - der Kampf beginnt...
...Rückfall ins alte vertraute Muster - die Zweifel wachsen - was hat sie sich nur dabei gedacht, Sicherheit und gesellschaftlichen Status aufzugeben?!...
...selbst die Blume, die sie so treu begleitet hat, scheint der Bestie zu Füßen zu liegen...
...sie löst sich auf, verfängt sich in ihren Ängsten - irgendetwas in ihr beginnt zu schreien, aber sie findet keine Kraft, sich zu wehren. Sie weiss, tief in ihrem Inneren, dass alles gut wird und nimmt ihren Mut zusammen und lässt sich fallen...




Sonntag, 28. Februar 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (4/13)

...angekommen in der neuen Welt - im Hier und Jetzt - im eigenen Körper...
...alles ist neu und fremd und trotzdem ist sie bereit, zuzuhören - durch den blauen Dunst hindurch - zu erfassen, was wichtig ist...


Samstag, 27. Februar 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (3/13)

...es ist einfach lächerlich....
...zu groß - zu klein, um durch die Tür zu kommen - nichts passt, nichts ist richtig - alles falsch...
...die Blume weist einen Weg...
...die Raupe auch, aber wer glaubt schon einer lila Raupe?!...

Freitag, 26. Februar 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (2/13)

...Flucht und Fall aus der Gesellschaft...
...eine Blume so zart - aus der ersten Welt - begleitet und gibt Sicherheit...


Donnerstag, 25. Februar 2016

Märchenarbeit - eine Geschichte aus dem Wunderland (1/13)

Am Anfang ein weisses Blatt Papier und eine Palette von Möglichkeiten:
Es war einmal...


 ... gefangen im Leben zwischen gut gemeinten Ratschlägen und herzensferner Vernunft...