Dienstag, 9. Mai 2017

13. Kunst:offen in Sachsen 2017

An Pfingsten findet das 13. Kunst:offen in Sachsen statt.

Der KreativOrt ist am Samstag und Sonntag (03. und 04.06.17), jeweils 10-18 Uhr, mit dabei.


Die Vorbereitungen für 2017 laufen  - neue Bilder sind im Atelier ausgestellt, und ich freue mich auf zwei Tage voller Kunst und Kreativität.




Sonnenschein vor dem Atelier - das wünsche ich mir

Als Mitmachaktionen werden Ausdrucksmalen und die Gestaltung kleiner Specksteinanhänger angeboten. Wer also selbst kreativ werden möchte, ist herzlich dazu eingeladen.

Mehr Infos zum KreativOrt sind hier zu finden.


Malsession im Atelier



Was war eigentlich 2016?

 ...mit dem aprilhaften Pfingstwetter sehnten sich die Leute nach etwas Buntem und besuchten am Pfingstsonntag und -montag das Atelier.

Im bunten Salon wurden - neben Informationen zu Kursen und Veranstaltungen - kleinere Künsteleien zum Kauf angeboten.
Das Teichzimmer lud mit Bildern des letzten Jahres zu einer kleinen Ausstellung ein.
Im Weinbeerenzimmer konnten dann alle mit Kreativität angesteckten selbst ins Malen kommen.

Es war wieder einmal ein sehr schönes Wochenende, um mit Kunstinteressierten ins Gespräch zu kommen und wunderbaren Menschen zu begegnen. DANKE DAFÜR! 


Kunst:offen 2016

Dienstag, 20. Dezember 2016

Mein naiver Weihnachtswunsch

Was gestern in Berlin passiert ist, lässt sich für mich nicht in Worte fassen. Wie vieles, was gerade auf unserer Welt passiert. Ich habe aufgehört, Zeitungen und News zu lesen, weil ich mich dem Elend in unserer Welt so hoffnungslos ausgeliefert fühle. Ich will helfen, tun, trösten - und habe keine Ahnung wie. Es ist zu viel, es ist zu groß, es ist zu mächtig - ich fühle mich komplett handlungsunfähig, schockiert, erstarrt und überfordert.
Um mich zu schützen, habe ich mich in mein Schneckenhaus zurückgezogen und gemerkt, dass ich mich dort nicht besser oder sicherer fühle.
Und als ich gestern über Facebook die Meldungen bekam, welche meiner Freunde sich in Sicherheit befanden, konnte ich mich nicht länger verkriechen.

Aus der Malerei weiß ich, dass das Licht, dort, wo es am dunkelsten ist, am hellsten strahlt.
Will heißen: willst Du es hell und strahlend, musst Du es an der Stelle erst so dunkel wie möglich machen. 
Diese Technik ist so universell, so einfach, so groß und allgemeingültig, dass es mir den Mut gibt, weiter an das Gute im Menschen zu glauben und dem Leben zu vertrauen.
Ich kann den Schmerz und das Leid in dieser Welt nicht verhindern, aber ich kann für Menschen, denen ich begegne, da sein -  und etwas Licht und Farbe in ihr Leben bringen.
So frage ich mich jeden Tag, in meiner kleinen Welt, was mein Leben bunt macht und bin jeden Tag dankbar, für das, was ich sein und tun, haben und teilen darf.

Und wenn das jeder täte, auch nur einmal am Tag, dann wäre mein Weihnachtswunsch gar nicht mehr so naiv.




Dienstag, 6. Dezember 2016

Morgenmalen: Sonnenaufgang

Sie spürte, dass sich etwas Grundsätzliches in ihr verändert hatte. Sie konnte es noch nicht genau benennen, aber sie wusste, dass sie eine Lernaufgabe in ihrem Leben gemeistert hatte und das erworbene Wissen nun vom Bewusstsein in ihr Unterbewusstsein geflossen war. Es war das Gefühl, als ob sich in ihrem Inneren etwas gesetzt hatte. Sie atmete tief durch.
Sie stand da, mit zittrigen Knien und konnte noch nicht erkennen, was jetzt auf sie zukam. Sie spürte jedoch, dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und sich dem Leben voller Vertrauen hingeben konnte. Und so ging die Sonne auf. Und ihr kam es so vor, als ob auch in ihr eine Sonne, ihre Sonne aufgehen würde. Sie wurde überströmt von Freude und beschloss, den Tag für sich voll und ganz zu genießen.

Morgenmalen Sonnenaufgang







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Freitag, 2. Dezember 2016

Morgenmalen: Zu schnell

Der Sturm tobte. Sie konnte sich nur noch an ihrem Boot festhalten und hoffen, dass es den Wellen standhalten würde. Es ging alles viel zu schnell. In ihrem Kopf drehte sich alles und wirbelte durcheinander. Nichts schien mehr an seinem Platz zu sein und alles, was sie bisher an Wissen erworben hatte, schien nichts zu nutzen. Ihr fehlte es einfach an Erfahrung. Voller Wut kämpfte sie gegen den Sturm, stellte das Segel gegen den Wind, bis es beinahe zerriss. Kurz bevor sie unterzugehen drohte, nahm sie eine Stimme in ihrem Inneren wahr, die sie ruhig bat, das Segel einzuholen und sich selbst zu setzen und den Sturm vorbeiziehen zu lassen. Sie ignorierte diese Eingebung. Nein, sie würde nicht aufgeben. So weit war sie jetzt gekommen. Sie würde keine Schwäche zeigen. So viel Stolz hatte sie trotz des kräftezehrenden Kampfes noch in sich.
Sie hörte das Zerreissen von Stoff und das Boot kippte gefährlich zur Seite. Sie hatte verloren. Es ging alles viel zu schnell. Und plötzlich wurde ihr klar, dass es jetzt egal war, ob sie kämpfte oder das Segel einholte und abwartete. Sie schluckte all ihren Stolz hinunter und holte das gerissene Segel ein, vergrub sich darunter und weinte leise vor sich hin.

Morgenmalen Zu schnell


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Freitag, 25. November 2016

Morgenmalen: Eigene Mauern

Du hast gelernt, Dich einzumauern, um die Reste Deines gebrochenen Herzens zu schützen.
Zu groß waren die Verletzungen von außen. Zu viele falsche Versprechungen, zu viele Enttäuschungen, zu viel Ablehnung hast Du im Laufe Deines Lebens erfahren.
Du denkst, Du musst Deine Träume und Wünsche, Deine Talente, Deine Buntheit, alles, was Dich als Person ausmacht, gegen den Rest der Welt verteidigen.
Wie einen Schatz hast Du das alles in Dir eingeschlossen und versiegelt.
Und da liegt er nun, Dein Schatz. Manche haben versucht, sich Dir zu nähern. Einige mit Hammergewalt und die anderen vorsichtig und zaghaft, wie ein Specht, der an einen Baum klopft.
Sie haben angeklopft, weil sie so hellsichtig waren, durch Deine Mauern Dein wahres Ich zu sehen. Hast Du sie gehört? Hast Du sie erkannt? Deine Freunde, Deine Familie, Deine Wegbegleiter und Lehrer?
Wie lange willst Du Dich noch hinter Deinen Mauern verschanzen? Du bist Ok, Du bist schön, Du bist ein Wunder! Weisst Du, wo Du den Schlüssel zu Deiner Tür vergraben hast?
Es ist so schade, wenn Du Dich nicht zeigst. Wenn Du Dein Licht nicht strahlen läßt und Dich aufrichtest und den Platz einnimmst, den Du brauchst und den Du voll und ganz ausfüllen darfst.
Was brauchst Du? Was muss geheilt werden, damit Du Du sein und werden kannst?

Morgenmalen: Eigene Mauern



Dienstag, 22. November 2016

Morgenmalen: Dankbar für die eigenen Fehler

Sie hatte so viel Wissen in sich angesammelt. Es aufgesogen wie ein Schwamm. Alles Gelernte wirbelte um sie herum und sie hatte Mühe, alles zu ordnen und für sich nutzbar zu machen.
Sie fühlte sich voller Energie. Das neu Gelernte gab ihr die Möglichkeit sich zu erneuern, zu verändern und weiter zu entwickeln.
Sie merkte, dass auch Wissen einem Lebenszyklus unterliegt. Es stirbt und erneuert sich. Und so erneuerten sich auch ihre Sichtweisen und ihre Erfahrungen. Das neue Wissen brachte neue Wege mit sich. Und die Energie in ihr wollte, dass sie losging, um das neue Wissen zu erfahren und für sie selbst umzusetzen: Das Wissen in ihr wollte erfahren werden.
Und sie wusste, egal, wie viel sie gelernt hatte, es gab keine Abkürzungen. Es gab die Möglichkeit, ein paar Fehler, die andere gemacht hatten, zu vermeiden - dafür würde sie ihre ganz eigenen Fehler machen, um daraus zu lernen.
Sie merkte, dass es nicht darum ging, Fehler zu vermeiden, sondern Erfahrungen zu machen.
Und plötzlich war sie dankbar für all ihre Fehler, also Erfahrungen, die sie bisher machen durfte. Denn sonst hätte sie sich nie zu diesem Menschen entwickeln können, der sie heute war.


Morgenmalen: Dankbar für die eigenen Fehler


Donnerstag, 10. November 2016

Morgenmalen Neue Welten

In der Nacht hatte sie sich von den Sternen leiten lassen und war in tiefem Vertrauen an das Leben eingeschlafen.
Es war der erste neue Tag auf ihrem Schiff und der Morgen begrüßte sie in sanften Farben. Sie war überwältigt und tief berührt vom Anblick, der sich darbot. In ihrer Lehrzeit hatte sie viel über die neuen Welten, Ansichten, Einsichten und Erfahrungen gehört und gelesen. Sie hätte aber nicht gedacht, dass sie gleich zu Beginn ihrer Reise so viel Schönheit erleben durfte. Ihr Herz lachte und sie war so froh, dass sie sich auf den Weg gemacht hatte und sie wollte mehr: mehr sehen, mehr erleben, mehr erfahren. Und sie nahm sich fest vor, diesen ersten wunderbaren Tag festzuhalten, um sich an ihn erinnern zu können, wenn stürmische Zeiten oder Flauten mit Zweifeln auf sie zukommen sollten. Dieser eine Morgen war genau der eine Grund, warum sie sich auf den Weg gemacht hatte, und sie genoß ihn in vollen Zügen.

Morgenmalen Neue Welten


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